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Einleitung
Schnurloses Telefon, Handies, Wireless LAN - immer mehr funktioniert ohne Kabel. Weshalb sollte man sich also noch bei Maus und Tastatur mit Kabeln durchschlagen? Wem bisher das Stichwort "Batterien" als Antwort auf diese Frage in Gedanken kam muss sich neue Argumente suchen. Ladestationen für kabellose Mäuse gab es schon, jetzt gibt es aber auch eine Tastatur die sich selbst auflädt und das ökologisch ganz ohne Atomkraft, sondern mit Sonnenenergie!
Technische Daten der Funk-Tastatur:
Technische Daten der Funk-Maus:
Technische Daten des Funk-Empfängers:
Lieferumfang & Service
Das Cherry CyMotion Master Solar kommt in einem recht großen Karton daher, der folgendes beinhaltet:
Support ist entweder online oder telefonisch verfügbar. Eine Supportanfrage meinerseits über das webseiten eigene Frageformular wurde schnell und freundlich beantwortet, allerdings technisch nicht ganz korrekt.
Nachdem man alles aus dem Karton genommen hat kann man sich an den "Aufbau" machen. Zu allererst werden die Akkus eingelegt, jeweils zwei in die Batteriefächer an den Unterseiten von Tastatur und Maus, die sich leicht öffnen lassen und gut schließen. Nun sollte man zwei Dinge beachten, bevor man die alte Tastatur und die alte Maus entfernt: Zuerst sollte im BIOS die Unterstützung für USB Keyboards aktiviert sein (USB Keyboard Support bzw. USB Legacy Mode auf enabled setzen). Dann sollte man möglichst vor Anschluss noch die Cherry Software KeyM@n installieren, um Problemen vorzubeugen.
Wurde diese Vorarbeit geleistet kann die eigentliche Arbeit beginnen. Nun schließt man den Empfänger an einem beliebigen USB Anschluss des Computers an. Sollte der PC über keinen USB Anschluss verfügen muss man nicht verzweifeln, denn das Kabel des Empfängers besitzt auch einen PS/2 Anschluss für die Tastatur, für die Maus verwendet man dann den mitgelieferten USB-PS/2 Adapter. Somit ist auch Kompatibilität für ältere PC´s gewährleistet. Nach dem Auspacken der Tastatur fallen einem zwei Dinge sofort auf: Das edle Design in Schwarz und Silber sowie natürlich die Solarzelle, die sich in der Mitte Oben zwischen zwei Gruppen von Sondertasten befindet und mit der die beiden Akkus im Batteriefach auf der Rückseite permanent aufgeladen werden. Natürlich funktioniert die Tastatur auch bei schlechten Lichtverhältnissen, dafür sorgt schon alleine die integrierte Akkupufferung. Die Verarbeitung ist ungewöhnlich gut, man hat den Eindruck eine bombenfeste Tastatur vor sich liegen zu haben. Die beiden Stellfüßchen auf der Rückseite klappen seitlich von Innen nach Außen auf, so dass diese bei einer Verschiebung der Tastatur nach oben oder unten nicht unbeabsichtigt einklappen.
Obwohl die Tastatur über insgesamt 29 Zusatztasten verfügt wirkt sie keineswegs so überladen wie die Konkurrenz von Microsoft oder Logitech, was dem edlen Design eher zuträglich ist. Hier eine Grafik mit einer Auflistung aller Zusatztasten (Bild anklicken für Großansicht): Die Zusatztasten sind also recht ordentlichen teils nach Themengruppen wie z.B. Internet oder Multimedia verteilt und gut erreichbar. Alle Zusatztasten lassen sich mit Hilfe der hauseigenen Software KeyM@an frei belegen, die Benutzung der Cherry Software ist sehr intuitiv und für jeden der auch Grundfunktionen bei seinem PC einstellen kann leicht verständlich. Leider ließ sich jedoch eine Wunscheinstellung für eine XPress-Taste zum Öffnen eines Ordners auf meinem Desktop nicht einstellen, weil maximal 50 Zeichen eingegeben werden dürfen.
Die Tasten selbst wirken sehr stabil und verfügen durchgängig über schwarze Tastenkappen, was eine Verfärbung über einen längeren Zeitraum nahezu ausschließt. Der Tastenanschlag ist präzise und hat einen festen Druckpunkt, ohne das ein Tastendruck viel Kraft benötigen würde. Längere Texte lassen sich mühelos schreiben und selbst mehrstündige Partien von Ego Shootern sollten die Finger nicht ermüden. Leider sind die Tastenanschläge durchschnittlich laut, hier hätte ich mehr erwartet. Die angegebene Lebensdauer der Tasten von über 20 Millionen Anschläge konnte und wollte ich manuell nicht testen. Für eine komfortable Haltung der Hände sorgt die Handballenauflage, die sich nach Hinten in eine sogenannte "Aufräumfunktion" klappen lässt, um so die Tastatur platzsparend aufzustellen.
Erwähnenswert ist noch die "Cherry Secure Radio Technology", die unter anderem durch Verschlüsselung für eine erhöhte Übertragungs- und Abhörsicherheit sorgen soll.
Die Maus ist wie die Tastatur in Schwarz und Silber gehalten und wirkt sehr edel. Sie verfügt nur über zwei Maustasten, was für einige Nutzer ein Hemmnis sein mag, die zusätzlich auch noch recht schmal sind und an den Seiten von der Seitenschale begrenzt werden, die je nach Handhaltung einem Mausklick im Wege stehen. Benutzer mit großen und breiten Händen stoßen hier an ihre Grenzen. Dafür ist sie nicht besonders geformt und somit sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet. Das Mausrad läuft sehr weich und trotzdem sehr genau, außerdem lässt es sich sich auch drücken und fungiert so quasi als dritte Maustaste, die frei belegt werden kann.
Die mitgelieferten Akkus werden auf der Unterseite der Maus in das Batteriefach eingelegt und halten nach Herstellerangaben ungefähr drei Monate beim Einsatz im Office Bereich. Sollten die Akkus während des Betriebs plötzlich leer sein ist das kein Problem:
Der optische Sensor tastet die Oberfläche mit 800 dpi ab und lässt den Mauszeiger so jeder Bewegung präzise folgen. Wie bei jeder optischen Maus sind allerdings helle und strukturierte Flächen zu bevorzugen, da hier Bewegungserkennung optimal ist und zudem auch die Batterien geschont werden. Obwohl die Maus nicht als Spielermaus ausgelegt ist, was man schon an den wenigen Maustasten erkennen kann, versagt sie dank der hohen Oberflächenabtastung auch in Ego Shootern nicht, was einige rasante Matches in UT2003 und BF1942 gezeigt haben.
Das CyMotion Master Solar gehört zur Designlinie von Cherry und in dieser Hinsicht haben sie auch gute Arbeit geleistet. Doch dieses kabellose Desktop Set hat mehr Trümpfe als bloß ein edles Design. So sollte die Tastatur dank der innovativen Idee mit der Solarzelle nie an leeren Akkus leiden und auch die Möglichkeit die Maus mit Hilfe eines Ladekabels aufzuladen und dabei weiter als Kabelmaus betätigen zu können ist eine sehr gute Lösung. Leider trüben einige Schönheitsfehler wie zum Beispiel die beiden Maustasten oder die für meinen Geschmack etwas zu lauten Tastenanschläge das ansonsten äußerst positive Bild.
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